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Warum Merinowolle bei Baselayern überzeugt

Weich, temperaturregulierend und selbst nach anstrengenden Einheiten fast geruchsneutral – Merinowolle ist das Naturtalent unter den Funktionsfasern. Gerade im Schnee und bei mehrtägigen Abenteuern beweist die Wolle des Merinoschafs ihre Vorteile gegenüber Synthetik und Baumwolle.

Frische auch nach mehreren Tagen

Jeder, der längere Ski- oder Schneeschuhtouren unternimmt, kennt das Problem: Synthetische Funktionsunterwäsche fängt schnell an, unangenehm zu riechen. Die glatte Oberfläche der Kunstfaser bietet Bakterien ideale Bedingungen, um sich im Material festzusetzen und den Schweißgeruch zu verursachen.

Merinowolle funktioniert biologisch anders. Ihre schuppige Faserstruktur ist für Bakterien schwer zu besiedeln. Anstatt Geruch zu produzieren, absorbiert Merino die geruchsbildenden Schweißmoleküle im Inneren der Faser.

Das Resultat: Man kann ein Merino-Shirt oft mehrere Tage in Folge tragen, ohne dass es unangenehm riecht. Eine einfache Lüftungspause über Nacht reicht oft aus, um die Kleidung wieder aufzufrischen.

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Die Faser im Detail

Merinowolle ist bei empfindlicher Haut eine gute Wahl.
Merinowolle ist bei empfindlicher Haut eine gute Wahl. © Schöffel

Merinowolle stammt überwiegend von Merinoschafen aus Australien, Neuseeland, Südafrika oder Südamerika. Sie gilt als die Königin der Funktionsfasern, da sie ultrafein und dadurch kratzfrei ist – selbst bei empfindlicher Haut.

Weitere Vorteile für Winter- und Outdoorenthusiasten sind:

  • Aktive Temperaturregulation: Die gekräuselte Faserstruktur hält bei Kälte ein isolierendes Luftpolster nahe am Körper und wärmt zuverlässig. Bei schweißtreibenden Aufstiegen hingegen erzeugt die Faser einen kühlenden Verdunstungseffekt, indem sie Feuchtigkeit aufnimmt und effizient nach außen abgibt.
  • Wärmt auch im feuchten Zustand: Merino kann bis zu einem Drittel ihres Trockengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich dabei klamm anzufühlen. 
  • Natürlicher UV-Schutz: Die Faserstruktur absorbiert UV-Strahlen und bietet einen natürlichen Schutzfaktor von bis zu UPF 50+.

 

Material-Vergleich: Merino, Baumwolle und Synthetik

 Merinowolle

Baumwolle

Synthetik

Geruchsentwicklung

Antibakteriell, geruchsneutralisierend – bleibt mehrere Tage frisch

Bakterien setzen sich leicht fest, Geruch entsteht schnell

Geruch entsteht sehr schnell, oft schon nach wenigen Stunden

Feuchtigkeitsmanagement

Nimmt bis zu 30% Feuchtigkeit auf, ohne sich nass anzufühlen; gibt sie effektiv nach außen ab

Saugt viel Wasser auf, trocknet langsam, fühlt sich schnell klamm an

Transportiert Schweiß schnell ab, nimmt aber kaum Feuchtigkeit auf

Trocknungszeit

Mittel – beim Tragen schnell, nach dem Waschen langsamer

Langsam – bleibt lange feucht

Sehr schnell – ideal für tägliches Waschen

Temperaturregulation

Wärmt bei Kälte, kühlt bei Hitze – funktioniert in beide Richtungen

Weniger isolierend, kein Kühleffekt

Keine aktive Temperaturregulation

 

Produktvorschau

Warum Mischgewebe in der Praxis die klügere Wahl ist

Merino verbindet Geruchsneutralität, Temperaturregulation und hohen Tragekomfort.
Merino verbindet Geruchsneutralität, Temperaturregulation und hohen Tragekomfort. © Schöffel

Viele Marken werben mit 100 % Merinowolle. Für den reinen Baselayer-Einsatz bei sportlichen Aktivitäten ist jedoch ein Merino-Mischgewebe oft die praktischere Lösung.

Hersteller wie Schöffel kombinieren Merinowolle gezielt mit Synthetikfasern (wie Nylon/Polyamid) oder Lyocell, um die Nachteile der Naturfaser auszugleichen:

  • Längere Haltbarkeit: Reine Merinowolle ist empfindlich gegenüber Abrieb und neigt schneller zu Löchern. Die Beimischung von Kunstfasern erhöht die Strapazierfähigkeit und macht die Unterwäsche langlebiger.
  • Schnellere Trocknung: Obwohl Merino beim Tragen Feuchtigkeit schnell ableitet, trocknet sie nach dem Waschen langsamer als Synthetik. Ein Synthetik-Anteil verbessert den Feuchtigkeitstransport und beschleunigt die Trocknungszeit.
  • Formstabilität: Mischgewebe sind elastischer und behalten ihre Passform länger bei, ohne auszuleiern.

Fazit für deinen Winter-Einsatz

Merinowolle ist zwar nicht die günstigste Faser, aber sie ist die einzige Naturfaser, die auf mehrtägigen Touren Geruchsneutralität, aktive Temperaturregulation und hohen Tragekomfort vereint.

Die Frage ist nicht, ob Merino funktioniert, sondern ob dein Aktivitätslevel die Investition rechtfertigt. Wer regelmäßig in den Bergen unterwegs ist, wenig Gepäck mitnehmen will und Wert auf maximalen Komfort legt, wird die Merinowolle, besonders als robustes Mischgewebe, nicht mehr missen wollen.

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Sonderveröffentlichung in Kooperation mit Schöffel

Niklas Bösl
Da ich schon von klein auf sehr sportbegeistert bin und ich mich nie richtig stillhalten kann, findet ihr mich meistens irgendwo draußen! Egal ob am Fußballplatz, bei einer gemütlichen Joggingrunde oder im Winter auf der Skipiste, Sport gehört für mich in meinem Leben einfach dazu. Deshalb bin ich sehr froh, dieser Leidenschaft nun auch beruflich nachgehen zu können... Mehr erfahren
aktualisiert am 10 Dec 2025

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