Wenn sich die Wintersaison am Arlberg dem Ende neigt, steht in St. Anton noch einmal ein echtes Highlight bevor. Mit dem Kultskirennen "Der Weisse Rausch" wird das Saisonfinale traditionell spektakulär zelebriert und zieht jedes Jahr Hunderte Teilnehmer sowie Tausende Zuschauer an. Adrenalin, Wettkampfgeist und Stimmung sorgen für ein Event mit unverwechselbaren Charakter.
Am 18. April 2026 ist es wieder soweit, wenn sich Wintersportler aus aller Welt der Herausforderung stellen und gemeinsam für einen unvergesslichen Abschluss der Skisaison sorgen.
Ausnahmezustand in St. Anton

Jedes Jahr zieht das alpine Skirennen "Der Weisse Rausch" Teilnehmer und Zuschauer aus der ganzen Welt nach St. Anton am Arlberg. Wenn am Samstag, den 18. April 2026, bereits tagsüber auffällig viele Skifahrer in Rennanzügen unterwegs sind, weiß man: Heute ist es wieder soweit. Um 17 Uhr begeben sich dann 555 Skifahrer, Snowboarder und Telemarker an den Massenstart am Vallugagrat, um eine Strecke von 7,5 Kilometern Länge und 1346 Höhenmetern zurückzulegen.
Der Schmerzensberg als Schlüsselstelle
Mitmachen kann beim "Weissen Rausch" grundsätzlich jeder, der sich schnell genug angemeldet hat, jedoch erfordert die unpräparierte, neun Kilometer lange Abfahrt einiges an Geschicklichkeit und skifahrerischem Können. Bereits beim Massenstart kann die richtige Position entscheidende Sekunden bringen. Am "Schmerzensberg", einem rund 150 Meter langen Zwischenaufstieg, ist dann Kräfteeinteilung gefragt: Wer zu schnell hoch hastet, dem geht oben die Kondition aus und wer ihn zu entspannt angeht, fällt weit zurück.
Wusstest du? Der Name "Der Weisse Rausch" geht auf einen Bergfilmklassiker aus den 1930er Jahren zurück, der in St. Anton am Arlberg gedreht wurde.
Wettervorhersage
Rekordjagd und schrille Outfits

Mit einer Gesamtzeit von 7 Minuten und 9 Sekunden stellte Mathias Gorbach 2017 die aktuelle Rekordzeit beim "Weissen Rausch" auf, die es seitdem zu schlagen gilt. Als guter Durchschnitt gilt eine Rennzeit zwischen 11 und 18 Minuten. Unter den Siegern der einzelnen Startgruppen (Ski Alpin, Snowboard, Telemark, Kurzski bis 100cm und Monoski) werden insgesamt 1900 Euro Preisgeld ausgelobt. Die ersten drei der Gruppenwertung erhalten jeweils einen Pokal.
Gegen Ende des Rennens spielt die Zeit aber häufig eine eher untergeordnete Rolle, denn für manche Teilnehmer stehen ohnehin nicht die Bestzeit, sondern der Spaß im Vordergrund. Dies erkennt man unschwer an den schrillen Outfits derer, die erst nach einer guten halben Stunde gemütlich ins Ziel einfahren.
Schneehöhen
Wertungen und Mini-Rennen

Gewertet wird beim "Weissen Rausch" nach Geschlecht und Altersklassen. Neu bewertet wird auch das schnellste Team. Ein Team muss aus mindestens drei Teilnehmern bestehen, darunter eine Dame.
Besonders prestigeträchtig ist zudem die Kombinationswertung aus "Der Weisse Rausch" und "Der Weisse Ring", dem Rennspektakel in Lech Zürs am Arlberg. Die jeweils drei besten Damen und Herren dieser Kombination werden am Ende ausgezeichnet.
Nachwuchsrennen: Der Weisse Rausch Mini
Auch der Nachwuchs kommt nicht zu kurz. Beim "Weissen Rausch Mini" eröffnen junge Läufer im Alter von 11 bis 16 Jahren das Renngeschehen. Sie bezwingen eine verkürzte Variante der Originalstrecke. Der Startschuss fällt um 16.30 Uhr bei der Pistenfahrzeuggarage Habri, also direkt vor dem großen Hauptbewerb. Startplätze sind für das Mini-Rennen im Gegensatz zum Erwachsenen-Klassiker noch vorhanden.
>> Zur Anmeldung des Weissen Rausch Mini
Offene Lifte und Pisten
Live-Übertragung des Rennens
Kilometerlange Glasfaserkabel am Berg, ein Dutzend Kameras und Drohnen sorgen dafür, dass jede Sekunde des Nervenkitzels eingefangen wird, wenn sich 555 Teilnehmer gleichzeitig ins Abenteuer stürzen.




